Verdorbenes Fleisch macht jedes Jahr Zehntausende krank – und gleichzeitig landen Millionen Kilogramm im Müll. Beides, weil das aufgedruckte Datum den echten Zustand der Ware nicht kennt.
Jährlich werden rund 346 Millionen Kilogramm Fleisch entsorgt – oft allein, weil ein aufgedrucktes Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) erreicht ist, obwohl die Ware noch einwandfrei wäre. Das Datum ist eine starre Prognose, kein Maß für den tatsächlichen Zustand.
Das MHD ist nur eine Schätzung – es erkennt keine unterbrochene Kühlkette. Hühnerfleisch gilt als Hauptquelle für Campylobacter: mit rund 46.000 gemeldeten Fällen (2024) die häufigste bakterielle Durchfallerkrankung Deutschlands. Etwa 60 % der Masthähnchen sind belastet, der EU-weite Schaden liegt bei rund 2,4 Mrd. € pro Jahr.
"Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ein statischer Stempel für einen dynamischen biologischen Prozess. Es ist Zeit, Frische messbar zu machen."
Kein Strom. Keine App. Keine IT-Infrastruktur. Wir machen den biochemischen Verderbsprozess direkt mit dem bloßen Auge sichtbar.
Die wissenschaftliche Stärke unseres Ansatzes liegt in der Nutzung spezifischer, natürlicher und rein pflanzlicher pH-Indikatoren. Diese maßgeschneiderten Rezepturen sollen bei einer Veränderung des chemischen Milieus ihre Farbe präzise und zuverlässig ändern.
Während des Verderbsprozesses von Fleisch entstehen durch den mikrobiellen Abbau von Proteinen gasförmige, basische Stoffwechselprodukte wie Ammoniak und biogene Amine (TVB-N).
Unsere Folie, basierend auf einer proprietären, biobasierten Biopolymer-Matrix, reagiert auf diese flüchtigen Verbindungen unmittelbar an der Quelle, noch bevor die Verderbnis gesundheitsgefährdende Zustände erreicht.
Der pH-sensitive Indikator ändert seine Farbe sichtbar von Grün (Frisch, leicht sauer) zu Rot (Verdorben, basisch). Ohne Interpretationsspielraum für den Endverbraucher.
BioSignal befindet sich in einer frühen Phase (Pre-Seed). Wir haben ein fundiertes wissenschaftliches Konzept und forschen an der TU München an einer zuverlässig funktionierenden Folie.
Unser Fahrplan gliedert sich in vier Phasen: Folienoptimierung durch Kombination mehrerer Indikatoren (2027–2028), Laborzertifizierung für direkten Lebensmittelkontakt (2028–2029), Supermarkt-Pilotprojekt (2030) und die industrielle Skalierung (ab 2031).
Eine kompromisslose, nachhaltige Drop-in-Lösung für die moderne Lebensmittelindustrie.
Wir entwickeln ein innovatives, chemisches Sensorsystem in Form eines kostengünstigen Smart-Labels. Es wird direkt in die Fleischverpackung integriert und macht den unsichtbaren Verderbsprozess für das menschliche Auge sichtbar. Während aktuelle digitale „Smart Label“-Alternativen an hohen Kosten, Entsorgungsproblemen oder fehlender Lebensmitteleinstufung (Food Grade) scheitern, bietet BioSignal die perfekte Alternative.
"Wir verkaufen nicht nur eine Folie; wir verkaufen Vertrauen in die Qualität unserer Lebensmittel und einen konkreten Beitrag zum Ressourcenschutz, der in jede Einkaufstasche passt."
Ein Multi-Milliarden-Markt, angetrieben durch Nachhaltigkeitsdruck und strenge EU-Regularien.
Der Total Addressable Market (TAM) für Smart Packaging wird bis 2030 auf über 38 Milliarden USD geschätzt. Getrieben durch das globale Bedürfnis zur Abfallvermeidung und strenge EU-Regularien bietet dieser Markt ein enormes Wachstumspotenzial.
In der Entwicklungsphase nutzen wir den Laborzugang der TU München (Asset-Light). Die spätere Massenfertigung soll an spezialisierte Player der Chemie- und Verpackungsindustrie ausgelagert werden.
Um Risiken im Kontakt mit Lebensmitteln zu minimieren, kooperieren wir frühzeitig mit Experten für das Lebensmittelrecht. Ein hybrider Rollout (zunächst zertifizierte Folien, dann biobasiert) sichert den Markteintritt.